Manche Entscheidungen haben eine lange Vorgeschichte. So ist es auch bei der geplanten Vermietung von Räumen im Gemeindezentrum Lerchenberg an die Regionale Diakonie, über die wir Sie hiermit näher informieren möchten.
Bereits seit vielen Jahren beschäftigen wir uns als Kirchenvorstand mit der Frage, wie unsere kirchlichen Gebäude auch in Zukunft sinnvoll genutzt und finanziell tragfähig erhalten werden können. Dem KV war es wichtig, dass das ev. Gemeindezentrum Lerchenberg aufgrund seiner zentralen Lage ein wichtiger Ort für Begegnung, Beratung und Gemeinwesenarbeit bleiben soll.
Parallel dazu hat sich die Zusammenarbeit mit der Regionalen Diakonie Rheinhessen in den vergangenen Jahren intensiviert. Auch mit der gemeinsamen Trägerschaft der Spielgruppe und der Lerchenwiege ist eine enge und vertrauensvolle Partnerschaft entstanden. Deshalb lag die Frage nahe, ob diese Zusammenarbeit künftig auch räumlich noch enger werden könnte und die Diakonie ihren Standort von der Kaiserstraße auf den Lerchenberg verlegt.
Lange Zeit haben wir darüber bewusst nicht öffentlich gesprochen. Zu viele Fragen waren noch offen, zu viele Entwicklungen mussten zunächst geklärt werden. Inzwischen haben die Planungen deutlich an Fahrt aufgenommen. Die Entscheidungen im Gebäudeentwicklungsprozess sowie organisatorische Rahmenbedingungen führen dazu, dass die Regionale Diakonie Rheinhessen ihre neuen Räume bereits zum 1. April 2027 beziehen soll. Das betrifft im Wesentlichen den Gemeindesaal (sog. Wintergarten) und die bisherigen Büros. Die Kirche wird gemeinsam genutzt, als Gottesdienstraum und Gemeindesaal. Dazu gehört auch der Vorraum.
Uns ist bewusst, dass sich dadurch vieles ändern wird. Zugleich freuen wir uns über diese Entwicklung, aus mehreren Gründen:
Zum einen schafft die Vermietung verlässliche Einnahmen, die helfen, das Gemeindezentrum langfristig zu erhalten und weiterzuentwickeln. Gerade mit Blick auf notwendige Investitionen und die Sanierung des Gebäudes ist dies ein wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit unseres Standortes. Zum anderen gewinnt der Stadtteil durch die Präsenz der Diakonie unmittelbar hinzu. Beratungsangebote, Gespräche und Unterstützungsmöglichkeiten werden künftig noch stärker präsent sein. Das Gemeindezentrum bleibt damit ein Ort, an dem Menschen Hilfe, Orientierung und Begegnung finden können.
Darüber hinaus sehen wir in der gemeinsamen Nutzung des Hauses die Chance, Gemeindearbeit und diakonisches Handeln noch stärker zusammenzudenken. Wir fragen uns, wie wir uns gegenseitig inspirieren können, welche gemeinsamen Projekte entstehen und wie wir auch geistlich miteinander wachsen können. Das wird ein spannender, inhaltlich bereichernder Prozess.
Wir sind dankbar für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Regionalen Diakonie und dafür, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen können. Natürlich wissen wir, dass viele praktische Fragen noch offen sind: Wie genau wird die Nutzung ab dem 1. April 2027 aussehen? Wie gestaltet sich die Übergangszeit während des Umbaus des Gemeindebüros? Welche Auswirkungen ergeben sich für unsere Gruppen und Kreise? Über all diese Fragen werden wir die Gemeinde fortlaufend informieren und transparent auf dem Laufenden halten.
Ergänzungen zum aktuellen Stand (September 2026)
Im Juli haben wir Sie darüber informiert, dass die Regionale Diakonie Rheinhessen in das Gemeindezentrum (GZ) Lerchenberg einziehen wird. Nun steht der zeitliche Rahmen für die notwendigen Umbauarbeiten fest: Der Umbau beginnt ab dem 15. November 2026, der Einzug der Regionalen Diakonie ist zum 1. April 2027 geplant.
Während der Umbauphase wird das GZ nur eingeschränkt, zeitweise gegebenenfalls auch gar nicht nutzbar sein. Wir hoffen, dass der Kirchenraum durchgehend zur Verfügung stehen kann. Dies hängt auch von der geplanten Dachsanierung ab, deren genauer Termin bislang noch nicht feststeht.
Die Gruppen und Veranstaltungen müssen während der Bauzeit teilweise in den Gottesdienstraum, nach Drais oder in das ehemalige Pfarrhaus ausweichen. Für Gruppen, die bis 18 Uhr das GZ nutzen, besteht die Möglichkeit, vorübergehend ins Pfarrhaus zu wechseln. Abendliche Gruppen und Gruppen am Wochenende können den Kirchenraum vorerst weiterhin wie gewohnt nutzen. Die jeweils passende Lösung wird individuell mit den Verantwortlichen besprochen.
Alle Gruppenverantwortlichen bitten wir, sich zur Abstimmung und zur Suche nach einer geeigneten Lösung rechtzeitig an das Gemeindebüro zu wenden. Auch bei weiteren Fragen zu den Baumaßnahmen können Sie sich gerne dort melden.
Auch nach Abschluss des Umbaus wird sich die Raumnutzung verändern: Der große Gemeindesaal, der „Wintergarten“, wird ab dem 1. April nicht mehr zur Verfügung stehen. Dafür soll der Kirchenraum künftig stärker multifunktional genutzt werden. Zusätzlich steht das Foyer vor dem Kirchenraum zur Verfügung. Es wird im Zuge des Umbaus aufgehellt und durch eine Trennwand vom übrigen GZ abgetrennt, sodass dort künftig ebenfalls Gruppen und Kreise stattfinden können.
Natürlich bedeutet die Umbauzeit zunächst einige Veränderungen und erfordert an manchen Stellen Flexibilität. Wir sind aber zuversichtlich, für alle Gruppen und Angebote gute Lösungen zu finden. Zugleich freuen wir uns sehr auf das, was mit dem Einzug der Regionalen Diakonie entsteht.