Die Wohnzimmerkirche ist ein offenes Gottesdienstformat in der Cafédrale in Mainz-Drais. Der Kirchraum ist als Café gestaltet und bietet mit Sofas, Sesseln und Tischen eine entspannte Atmosphäre für Begegnung, Gespräch und Musik. Die Wohnzimmerkirche verbindet Elemente eines klassischen Gottesdienstes mit Gespräch, Talkformat und kulturellen Impulsen.
Ablauf und Rhythmus
Die Wohnzimmerkirche findet in der Regel sonntags um 17 Uhr statt, etwa alle zwei Monate. Sie steht im Wechsel mit anderen Formaten wie Espresso-Gottesdiensten oder traditionellen Abendmahlsfeiern. Dadurch entsteht ein vielfältiges Angebot, das unterschiedliche Zugänge zu Kirche ermöglicht.
Ein typischer Abend enthält Musik mit Band, einen thematischen Impuls, ein Gespräch mit einem Talkgast sowie Zeiten für Austausch und Beteiligung. Die Inhalte sind bewusst lebensnah und greifen persönliche, gesellschaftliche oder spirituelle Themen auf.
Themen und Gäste
Die Abende sind unterschiedlich gestaltet: Reiseberichte aus Europa, Gespräche über Künstliche Intelligenz, Erfahrungen von Migration und Flucht oder Fragen nach Zusammenhalt in einer polarisierten Gesellschaft. Daneben gibt es kulturelle Abende – etwa eine Wohnzimmerkirche im Stil eines schwedischen Midsommarfestes oder eine Burns Night mit schottischer Musik.
Wer kommt?
Zur Wohnzimmerkirche treffen sich Menschen aller Generationen. Familien mit Kindern, Jugendliche, ältere Besucherinnen und Besucher sowie Menschen, die sonst selten einen Gottesdienst besuchen. Das Format lebt von dieser Mischung und vom offenen Austausch zwischen unterschiedlichen Lebensgeschichten.
Musik und Beteiligung
Musik spielt eine wichtige Rolle. Eine Band begleitet die Abende mit Liedern aus dem Pop- und Rockbereich – zum Zuhören und Mitsingen. Gleichzeitig ist Beteiligung ausdrücklich erwünscht: Fragen stellen, mitdiskutieren und eigene Perspektiven einbringen gehören zum Konzept.
Inspiration
Die Wohnzimmerkirche in Drais ist inspiriert von der ursprünglichen Wohnzimmerkirche in Hamburg-Altona. Unsere Form ist bewusst kleiner und näher an einem klassischen Gottesdienst. Gerade deshalb kann sie eine Anregung sein, eigene Formate zu entwickeln – angepasst an den jeweiligen Ort und die Menschen vor Ort.